Am 26. August wurde in der südchinesischen Provinz Guangdong das weltweit größte unterirdische Observatorium zur Neutrinoforschung eingeweiht.

Das JUNO-Neutrino-Observatorium in Jiangmen, China. (Quelle: CCTV)
Neutrinos sind Elementarteilchen ohne elektrische Ladung und mit einer extrem kleinen Masse nahe Null. Wir können sie nicht sehen, da sie nicht mit gewöhnlicher Materie interagieren und diese passieren können, ohne eine merkliche Spur zu hinterlassen. Um sie zu erkennen, werden extrem empfindliche Detektoren eingesetzt.
China Central Television (CCTV) berichtete, dass das Jiangmen Underground Neutrino Observatory (JUNO) seinen 20.000 Tonnen schweren Flüssiglumineszenzdetektor erfolgreich beladen und mit der Datenerfassung begonnen habe. Nach mehr als zehn Jahren Vorbereitungs- und Bauzeit ist das Observatorium die weltweit erste groß angelegte, hochpräzise Neutrino-Forschungseinrichtung.
Das Neutrino-Observatorium befindet sich 700 Meter unter der Erde. Das Herzstück von JUNO ist eine Acrylkugel mit 35 Metern Durchmesser, die mit einer schimmernden Flüssigkeit gefüllt ist. Diese erzeugt Funken, wenn sie mit Neutrinos interagiert, und ermöglicht so die Aufzeichnung und Analyse der hindurchtretenden Teilchen.
Das Gerät kann Neutrinos aus einer Vielzahl von Quellen erkennen, darunter die Sonne, Supernovas, die Erdatmosphäre und die Kernkraftwerke Taishan und Yangjia in bis zu 53 Kilometern Entfernung.
„Der Betrieb des Neutrino-Observatoriums wird es uns ermöglichen, Antworten auf Fragen zur Natur der Materie und des Universums zu erhalten“, sagte Projektvertreter Wang Yifang.
Rund 700 Forscher aus 74 Forschungseinrichtungen in 17 Ländern nahmen an der Eröffnungszeremonie des Observatoriums teil, berichtete CCTV. JUNO ist auf eine Betriebsdauer von mehr als 30 Jahren ausgelegt.
Quelle: https://vtcnews.vn/ra-mat-dai-quan-sat-neutrino-lon-nhat-the-gioi-ar962094.html
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