Am 7. Februar ereigneten sich in der Provinz Belutschistan im Südwesten Pakistans zwei Explosionen an verschiedenen Orten. Mindestens 22 Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt. Bisher hat keine Organisation die Verantwortung für die Explosion übernommen.
Der erste Angriff ereignete sich auf das Wahlbüro des Vorsitzenden der Awami National Party (ANP), Asfandyar Khan, in Pashin, einem Distrikt in der Provinz Belutschistan, wie Jan Achakzai, ein Sprecher der Provinzregierung, mitteilte. Offizielle Stellen gaben an, bei dem Angriff seien mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Verletzten würden in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Einige seien in kritischem Zustand.
Ein weiterer Bombenanschlag richtete sich gegen das Wahlbüro der Partei Jamiat Ulema Islam (JUI) des Politikers Fazlur Rehman in der Stadt Qilla Saifullah in der Provinz Belutschistan. Mindestens elf Menschen kamen dabei ums Leben. JUI ist eine der führenden radikal-islamistischen Parteien und unterstützt die Taliban in Afghanistan. Die religiösen Schulen der JUI sind über ganz Pakistan verteilt, insbesondere im Nordwesten an der Grenze zu Afghanistan. Viele afghanische Taliban-Führer studierten an islamischen Seminaren der JUI.
Die Anschläge ereigneten sich einen Tag vor den Parlamentswahlen in Pakistan. Der kommissarische Premierminister Anwaarul-Haq-Kakar verurteilte den Bombenanschlag in Belutschistan und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. Anwaarul-Haq-Kakar versprach, dass „jeder Versuch, die Sicherheitslage zu gefährden, vereitelt wird“ und dass die Wahlen am 8. Februar friedlich abgehalten werden.
Die Bombenanschläge ereigneten sich, als Zehntausende Polizisten und paramilitärische Kräfte in ganz Pakistan stationiert waren, nachdem es in dem Land, insbesondere in Belutschistan, kürzlich zu einer Welle militanter Angriffe gekommen war.
HUY QUOC
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